Eva liest

Throne of Glass – Kriegerin im Schatten

Ich gestehe, Throne of Glass – Die Erwählte war nicht gerade ein Buch, was mich vollends begeisterte. Celaena Sardothien war ein überheblicher und nervtötender Character die, wen wunderst, alles in ihrem Leben verloren hat. Im Arbeitslager dem Tode überlassen kämpft sich sich wieder nach oben, wird nach einem umstrittenen Wettkampf, bei dem auf mysteriöse Weise ihre Mitstreiter ums Leben kommen, zum Champion des Königs. Also quasi sein Auftragskiller. Celaena ist zu höherem bestimmt und will dies nicht wahr haben. Und hier setzt der zweite Band an.

Ich war überrascht, wirklich überrascht, denn gleich zu Beginn hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Die Charaktere scheinen gereifter, tiefgründiger und nicht mehr so ungehobelt wie in Band eins. Throne of Glass – Kriegern im Schatten kann mit mehr Witz und mehr Charme und vor allem mit mehr Mysterien aufwarten. Celaena vetrickt sich immer mehr in die Machenschaften des Königs, ist ihm zu Diensten und verliert ihr eigentliches, von der ersten König der Menschheit persönlich aufgetragenes Ziel aus den Augen. Durch unglückliche Umstände wird sie wieder auf Kurs gebracht und verliert dabei den letzten Rest Glück in ihrem Leben. Sie wird zu einer Hülle, die funktionieren muss um nicht selbst umzukommen. Celaena kommt Dingen auf die Spur, die sie lange versucht hat zu vergessen, zu verdrängen um sie bewusst aus ihrem Leben zu verbannen. Doch sie muss sich ihnen stellen und findet dabei Dinge heraus, die sie und die Menschen denen sie noch vertrauen kann in größere Schwierigkeiten bringen, als ihr lieb ist.

Die Handlung wird komplexer und undurchsichtiger. Es kommen weitere Charaktere hinzu die man noch nicht richtig zu ordnen kann, sind sie böse? Oder gehören sie doch zu Celaenas Verbündeten? Wem kann sie trauen? Das Intrigengeflecht wird immer größer und schnell verliert man sich als Leser in den Details und am Ende denkt man sich “wtf?!”. Das ist es was ich an den Büchern von Sarah J. Maas lieben gelernt habe, und zwar sehr schnell. Diese WTF-Momente entwickeln sich unglaublich leise und kommen am Ende mit einem rießen Knall ans Tageslicht.

Sucht man den Spannungsbogen, muss man schon am Anfang damit anfangen, denn das gesamte Buch scheint ein einziger Spannungsbogen zu sein. Es gab kaum ein Kapitel, welches nur leicht vor sich hin geplätschert ist, ganz anders als im ersten Band. Der, meiner Meinung, nach nur zum “warm lesen” existiert.

Kriegerin im Schatten hat mich überzeugt die Reihe zu Ende zu lesen uns das schnell. Man kann gar nicht anders als weiterzulesen und zu sehen, was passiert. Das Ende des Buches war nicht wirklich überraschend, dennoch hat es zu einem stutzigen Moment geführt. Nach ein, zwei Momenten des darüber Nachdenkens kommt man dennoch zu dem Schluss, dass es genauso kommen musste, sonst wäre die Geschichte eingefahren. Also lässt man es zu, dass Celaena alles hinter sich lässt und verdrückt dabei eine Träne und fragt sich “warum nur, ok ich weiß warum, aber deshalb muss ich es nicht gut finden”.

Ich habe mir direkt Band 3 und Band 4 gekauft und freue mich schon zu lesen, wie die Geschichte ihren Lauf nimmt, ob Celaena, Dorian und Chaol das Schicksal besiegen können und wer am Ende auf der glücklichen Seite steht. Denn das ist es doch, was wir uns für Erilea wünschen. Frieden, Glück und Freiheit, denn das ist es, was Celaena verdient hat.

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

© 2018 Eva liest

Thema von Anders Norén