Eva liest

The Hazel Wood

Seventeen-year-old Alice and her mother have spent most of Alice’s life on the road, always a step ahead of the strange bad luck biting at their heels.

But when Alice’s grandmother, the reclusive author of a book of pitch-dark fairy tales, dies alone on her estate – the Hazel Wood – Alice learns how bad her luck can really get.

Her mother is stolen, by a figure who claims to come from the cruel supernatural world from her grandmother’s stories.

Alice’s only lead is the message her mother left behind: STAY AWAY FROM THE HAZEL WOOD.

To retrieve her mother, Alice must venture first to the Hazel Wood, then into the world where her grandmother’s tales began . . .

Veröffentlicht wurde dieses Buch von der Autorin Melissa Albert im Penguine Verlag. Seit August 2018 verlegt der Dressler Verlag es auf Deutsch.

Ich habe einige Zeit benötigt, um mir Gedanken über das Buch zu machen und meine Worte richtig zu finden, denn dieses Buch ist so ganz anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Es ist märchenhaft, fantastisch, düster und auch ein wenig gruselig. All das macht das Buch zu etwas wirklich besonderem, etwas, was mir bisher noch nicht in die Finger gekommen ist.

Mit dem Schreibstil der Autorin hatte ich zu Beginn so meine Probleme. Ich kam nicht richtig rein, bin durch die Sätze gestolpert und kam mit den zahlreichen Redewendungen und Wortkreationen nicht zurecht. Auf Englisch dieses Buch zu lesen hat mich also vor eine ziemliche Herausforderung gestellt, aber das hat sich mit der Zeit und dem Fortschritt im Buch gelegt, so dass ich auch dem Original recht gut folgen konnte. Dennoch kam mir beim Lesen öfters der Gedanke, es noch einmal auf Deutsch zu lesen um sicher zu gehen, dass ich wirklich alles richtig verstanden habe. Denn dieses Buch ist ein Märchen im Märchen und manchmal ist die Realität von der Fiktion nicht ganz so klar zu unterscheiden.

Zu Alice als Hauptprotagonistin konnte ich leider keine tiefere Bindung aufbauen. Sie wurde sehr unnahbar und introvertiert dargestellt, was schon ein ziemlich komplexe Sache ist, da das Buch aus Alice` Sichtweise erzählt wird. Natürlich gehört dieses Verhalten zu Ihrem Charakter und erst am Ende des Buches merkt man, weshalb alles so ist, wie es nun mal ist, aber mich konnte es nicht ganz überzeugen.

Die gesamte Handlung in dem Buch war schwer zu durchschauen. Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen den Märchen der Großmutter und den Kreaturen, die aus dem Märchen entsprungen sind hin und her. Und stellenweise macht eben dieses Besondere das Buch recht anstrengend. Die Märchen hätten noch mehr Potential gebracht, wenn sie denn richtig eingesetzt worden wären. Manchmal wurde ein Märchen erzählt, um eine Brücke zu einer späteren Handunug zu bauen, worauf man auch erst mal kommen muss. Andere Märchen wiederrum, die in den Handlungsstrang perfekt reingepasst haben, wurden eben nicht weiter verfolgt. Klar, so hält man die Spannung beim Leser aufrecht, aber es war auch leicht frustrierend. Frustrierend war auch der Fortgang der Geschichte um Alice. Zwei Stellen in dem Buch, u.a. gehört das Ende dazu, haben mich wirklich geschockt und auch ein kleinwenig verärgert zurück gelassen. Auf einmal kommt ein derart gewaltiger Wendepunkt, dass man sich nicht vorstellen kann, dass das von der Autorin ernst gemeint ist. Dieser Wendepunkt bringt die Geschichte zwar so richtig in Fahrt, bringt aber auch ein Ende mit sich, das ich als nicht befriedigend erachte. Nein, mir hat das Ende nicht gefallen.

Wenn ich es so betrachte, hat das Buch wirklich stark angefangen, zum Ende hin nimmt aber der Spannungsbogen rasant ab und hinterlässt ein Ende, das man so nicht haben will. Natürlich ist The Hazel Wood kein typisches Retelling eines Märchens und so düster die Geschichte auch erzählt wurde passt das Ende doch letztendlich hinein. Aber es lässt einen eben grübelnd zurück. Ich wusste letztendlich nicht, ob ich es gut, oder schlecht fand und habe sogar jetzt noch meine Probleme damit.

Bleibt letztendlich die Frage, ob das Buch empfehlenswert ist. Und ich sage: ich weiß es nicht. Hier ist es wirklich eine Frage des Geschmackes und jeder sollte für sich entscheiden, ob er es lesen möchte, oder nicht. Was ich aber sagen kann ist, dass es mal etwas ganz anderes zu den bisherigen Büchern ist, die ich gelesen habe und ich bin froh, DASS ich es gelesen habe. Denn ein Buch, das solche Kontroversen in mir auslöst, habe ich bisher noch nicht gelesen. Und allein dafür lohnt es sich. Denn The Hazel Wood regt zum Grübeln und Nachdenken an und bleibt so noch lange in Erinnerung. Aber vielleicht lag das auch alles daran, dass ich mit der englischen Sprache nicht zurechtkam. Vielleicht sollte ich dem Buch auf Deutsch nochmal eine Chance geben. Wir werden sehen.

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