Eva liest

Paper Prince – Das Verlangen

Seit Ella in die Villa der Royals gezogen ist, steht das Leben sort auf dem Kopf. Durch ihre aufrichtige Art hat sie so manches Herz erobert – vor allem das von Reed. Zum ersten Mal seit dem Tod seiner Mutter kann der attraktivste der fünf Royal-Söhne echte Gefühle zulassen. Wie groß seine Liebe ist, merkt er allerdings erst, als es zu spät ist. Nach einem Streit verschwindet Ella spurlos. Und er trägt die Schuld daran. Seine Brüder hassen ihn dafür, doch er hasst sich selbst am meisten. Wird er Ella finden und ihr Herz zurück erobern können?

Der zweite Band der Paper-Reihe ist -meiner Meinung nach- der bisher Beste. Das Buch beginnt aus Sicht von Reed und erzählt uns aus seiner Sicht über den vermeintlichen Streit und das Verschwinden von Ella. Wir lernen seine Sicht auf die Dinge kennen und erfahren, was wirklich in dieser Nacht geschah. Reed hasst sich für das, was er Ella angetan hat und das sie seinetwegen die Villa spurlos verlassen hat. Er versucht alles, sie ausfindig zu machen, stößt dabei an seine Grenzen und muss seinen Vater einweihen -jedenfalls erzählt er ihm halbwegs die Wahrheit. Es kommt zum Zerwürfnis aller Royals. Keiner der Brüder redet mehr mit Reed, in der Schule bricht das reinste Chaos aus und Reed sorgt sich nur um Ella.

In diesem Buch ändern sich die Sichtweisen von Ella und Reed ständig, was dem Buch einen wirklich lebhaften Charakter verleiht. Dieser Umstand macht es wett, dass in dem Buch sogut wie kein Spannungsbogen aufgebaut wird – fast keiner. Am Ende kommt es wieder ziemlich dicke und diesmal so richtig. Die gesamte Geschichte plätschert so langsam vor sich hin, viele Sachen sind schon recht schnell klar wie sie sich weiter entwickeln, aber das Ende?! Das Ende hat wirklich alles raus gerissen! Die gesamte Story ist schön zu lesen, eine leichte Lektüre für zwischendurch die auch noch unterhaltsam ist. Ella ist nicht so nervig wie ihr Pendant Tessa aus der After-Reihe, aber auch kein Mauerblümchen-Verschnitt wie Ana aus Shades of Grey. Ella muss man einfach mögen, weil sie so ein starkes und herrlich normales Mädchen ist. Durch ihre wilde Vergangenheit hat sie schon einiges erlebt und dennoch geht ihr jugendlicher Charme nicht verloren. Das haben die Autorinnen wirklich sehr gut hinbekommen.

Reed entpuppt sich immer mehr so einem verwegen Bad Boy den man heimlich lieben muss. Der Schreibstil, wenn aus Reeds Sicht geschrieben wird, verändert sich deutlich. Man merkt förmlich wie das männliche Testosteron auf den Seiten nur so steht (ha! Wortwitz!). Ab und an kommt wieder dieser Teeny-Schreibstil durch, aber gut, darüber kann ich wirklich getrost hinweg sehen. Reed entwickelt sich von Seite zu Seite vom Schläger und König der Astor Park, zu einem Mann, den man lieben kann.

Was ich schade fand war, es wurde viel zu wenig von Ellas Flucht aus dem Haus der Royals geschrieben. Im ersten Moment ist sie weg, 20 Seiten später wieder da. Fünf Sätze später weiß man weshalb. Ende. Das hätte gerne etwas ausführlicher und durchdachter ausfallen dürfen.

Alles in allem ist es ein tolles Buch für zwischendurch. Um mal aus dem Fantasy Gere raus zukommen (wenn ihr wie ich da drin festhängt) und um einfach ein wenig Herzschmerz und Liebe zu erfahren.

Kauft euch die Reihe, ich freue mich schon auf den dritten -und somit auch leider letzten- Band im Mai.

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