Eva liest

Nevernight – Die Rache

Bleich und schön schritt sie voran.

Sie trug die Nacht, edle Freunde.

Und die ganze Nacht kam mit ihr.

Jay Kristoff – Nevernight Die Rache

Der Klappentext

Die Großen Spiele enden mit dem kühnsten Mord in der Geschichte der itreyanischen Republik – nur leider erwischt es den Falschen. Konsul Julius Scaeva überlebt das Attentat, und seine Macht im Staat ist nun beinahe grenzenlos. Genauso wie sein Hass auf Mia Corvere.

Gejagt von den Assasinen in der Roten Kirche und den Soldaten der itreyanischen Republek bricht Mia zu ihrer letzten Reise auf, um das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften und herauszufinden, wie sie Scaeva besiegen kann. Doch sie muss sich beeilen, denn das nächste Wahrdunklen naht, und Nacht fällt über die Republik.

Der Inhalt

Erschienen ist der dritte Teil der Nevernight Reihe bei Fischer Tor und bildet den fulminanten Abschluss der Nevernight Trilogie rund um Mia Corvere und Herr Freundlich. Nevernight – Die Rache wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Verlag, dass er mir mit diesem besonderen Buch eine Geschichte geschenkt hat, die seines Gleichen sucht.

Dachte man noch, Nevernight – Das Spiel sei kaum an Blutdurst, Intrigen, Geheimnissen und mystischen Gegebenheiten zu übertreffen, hat der Autor Jay Kristoff mit Die Rache nochmal eins draufgesetzt. Wie lange habe ich dem Abschluss der Trilogie entgegengefiebert, nachdem mich Band zwei mit dem wohl schlimmsten Cliffhanger aller Zeiten zurückgelassen hat?! Und kaum ist das Buch da, musste ich direkt mit dem Lesen beginnen.  Kaum eine Neuerscheinung in 2020 habe ich so sehnsüchtig erwartet, wie diesen Band. Doch warum ist das so? Weil Mia vielleicht eine so unglaublich sympathische Person ist? Weil es ein romantisches Herzensbuch ist? Oder weil alles so wunderbar vorhersehbar ist? Nichts von alle dem trifft auf dieses Buch – ach was rede ich – auf diese Reihe zu. Meint man, Mias teuflischen Plan durchschaut zu haben, kommt Jay Kristoff um die Ecke und zerfetzt diese Idee in Windeseile in der Luft, vor deinen Augen, mit einem diabolischen Lachen. Nichts ist, wie es scheint und alles scheint so falsch und intrigant, dass man sich wirklich fragt, wie hat der Mann so ein verschachteltes Meisterwerk schaffen können?

Lange habe ich mit einer Leseflaute gekämpft, kein Buch konnte mich so richtig überzeugen und aus meinem Lesesumpf herausziehen. Aber Jay Kristoff hat es geschafft.  Er hat es geschafft, dass ich das Buch nicht zur Seite legen konnte; das ich mit den Charakteren mit gefiebert habe; dass ich jeden Tot betrauert habe, auch wenn ich anfangs keine Beziehung zu dem ein oder anderen Charakter entwickeln konnte. Ich wurde mal gefragt, ob Mia denn irgendwann mal noch sympathisch werden würde. Ich habe diese Frage verneint. Denn eine sympathische Auftragsmörderin will doch nun wirklich niemand. Sie ist und bleibt genau die Bitch, die Jay Kristoff von Anfang an kreiert hat, und das ist auch gut so. Sie muss so sein, sie soll so sein. Denn das und der herrlich vulgäre Schreibstil macht die Reihe zu etwas wirklich Besonderem. Auch wenn Mia nicht die stereotypische Heldin in dieser Geschichte ist, leidet man doch sehr mit ihr. Man leidet jeden einzelnen Verlust, jeden Rückschlag und jede seltsame Entscheidung, die sie trifft. Und am Ende ist man einfach nur traurig. Traurig, dass es nun vorbei ist mit Mia und Herr Freundlich. Dass die Gesichte zu Ende erzählt wurde.

Leseempfehlung?

Es ist ein spezielles Buch mit jeder Menge Fußnoten. Mit einem Buch in einem Buch. Mit einem vulgären Schreibstil, den es so schnell kein zweites Mal gibt. Und es blutig. Es ist verdammt blutig. Wer aber all das mag, wer sich auf eine Geschichte hinter der Geschichte einlassen möchte und so eine ganz neue Welt in seiner vollen Komplexität kennen lernen möchte, der sollte diese Reihe unbedingt lesen. Und was ein Glück sind nun alle drei Bände draußen, so kann man Mias Geschichte und Rachefeldzug in einem Rutsch durchlesen, ohne Jay Kristoff in die Wüste zu schicken und ihm seinem Schicksal mit den Kraaken zu überlassen. Es ist ein aufregendes und spannendes Buch und ich bin wirklich Glücklich, das ich es lesen durfte.

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