Eva liest

Fire & Frost – Vom Eis berührt

Ein Mädchen mit Feuer im Herzen.

Ein Krieger so kalt wie Eis.

Um das Königreich zu retten, müssen sich Feuer und Eis verbünden.

Ruby lebt in ständiger Gefahr, denn sie besitzt die Gabe, mit Feuer zu heilen und zu zerstören. Firebloods wie sie werden von der Frostblood-Elote des Königreichs gnadenlos gejagt. Als die königlichen Soldaten Ruby aufspüren, wird sie ausgerechnet von dem jungen Frostblood-Krieger Arcus gerettet. Kälte und Eis sind seine Waffen, doch er braucht Rubys Feuer, um eine Rebellion gegen den verhassten König anzuzetteln. Ruby weiß, dass sie einem Frostblood nicht vertrauen sollte, doch jede Berührung zwischen ihnen knistert wie eine Flamme im Schneesturm. Sie ahnt nicht, welches dunkle Geheimnis sich hinter Arcus´eisiger Fassade verbirgt ..

Seit langem bin ich nochmal geteilter Meinung, was ein Buch angeht. Denn hier schwanke ich zwischen Gefallen und nicht Gefallen.

Den Grundgedanke der Geschichte finde ich an sich eine tolle Idee: Feuer und Eis, zwei Gegensätze die nicht miteinander und auch nicht ohne können. Finsternis und Licht, zwei Faktoren, die nicht gleichzeitig existieren können und doch tun sie es.

An der Umsetzung hapert es aber. Als Leser rauscht man förmlich durch dieses Konstrukt an Geschichte. Und konstruiert ist es wirklich und das stellenweise auch nicht gut. Zu vorhersehbar sind viele Handlungen und zu gekünstelt manche Unterhaltungen. Man wird förmlich von einem Extrem in das andere hineingeworfen und hat fast keine Chance die Charaktere näher und tiefer kennen zu lernen. Viele Handlungen der einzelnen Personen sind fragwürdig oder man schüttelt den Kopf und denkt: warum ist das jetzt gerade so? Es war nicht ganz rund und man hat den Eindruck, dass die Autorin schnell zu einem passenden Ende kommen möchte. Das Ende. Wenn ich mir den Spannungsbogen den Buches vorstellen müsste, wäre es erst eine Gerade, dann geht es bergab und bleibt recht lange auf diesem Niveau, bis es in der letzten Hälfte plötzlich steil nach oben geht und dann gleichbleibend ausläuft. Und das finde ich wirklich schade. Die Autorin hat es geschafft, einer vor sich hindümpelnde Geschichte wieder Spannung zu verleihen und dann lässt sie es zum Ende des Buches hin wieder komplett abflachen. Einige Fragen bleiben offen für die Fortsetzung aber einen tollen Cliffhanger gibt es nicht. Dabei hätte das Ende Potential für einen solchen gehabt.

Die Charaktere waren leider etwas zu flach ausgearbeitet. Ein wenig mehr tiefe, weniger kindisches Verhalten der Hauptprotagonistin, weniger Geschnulze vom männlichen Part, dann hätte es eine wirklich runde Sachen werden können. Meine Hoffnung ist es, dass in Band 2 etwas von dem Tempo herausgenommen wird, den die Autorin in diesen Auftakt gelegt hat. Leider gab es nur einen Charakter, der mich in seinem Tun und Denken einigermaßen Überzeugt hatte.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass ich mir zwar Band 2 holen werde, da ich nun mal wissen möchte wie es weiter geht, aber es ist keine Empfehlung die ich mit voller Überzeugung ausspreche. Leider hatte ich von diesem Buch mehr erwartet und wurde enttäuscht. Mal sehen, ob sich das vielleicht noch ändern wird.

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

© 2018 Eva liest

Thema von Anders Norén