Eva liest

DIe Legende von Anenia – Der Kristall des Lichts

Ein großes Abenteuer beginnt….

Die Eltern der 14-jährigen Halbelbin Katalina wurden von dem bösen Volk, den Malawis, entführt. Gemeinsam mit vier ihrer Freunde macht sie sich auf die gefahrvolle Suche nach ihnen. Wir sie sie retten können? Und wird sie das Geheimnis um den Kristall des Lichts lösen können?

Erschienen ist das Buch 2015 von der Selfpublisherin Isabel Jakobi im Verlag epubli.de und wurde freundlicherweise als Leseexemplar zur Verfügung gestellt. Erwerben kann man den Debütroman bei Amazon. Die Autorin Isabel Jakob hat mit gerade mal dreizehn Jahren ihren ersten Fantasy Roman veröffentlicht, und die Geschichte um Katalina ist für eine so junge Autorin ein recht guter Start ins Autorenleben.

Der Grundgedanke der Geschichte um Katalina und ihre entführten Eltern ist solide und gut durchdacht. Die Freunde, die sie auf Ihrer gefährlichen Reise trifft, haben alle unterschiedliche Charakterzüge und harmonieren gut zusammen. Katalina ist eine mutige Königstochter, die ihre Eltern um jeden Preis befreien möchte. Ali ist ein loyaler Freund, wenn auch etwas sehr ängstlich, so steht er doch Katalina immer zur Seite. Jeneifa entwickelt sich zur heimlichen Heldin im Buch. Sie ist gewitzt, schlau und kennt sich in Anenia hervorragend aus. Witzig ist die kleine, sprechende Haselmaus Chirakichi. Immer einen flotten Spruch auf Lager sorgt sie für den nötigen Zusammenhalt der Gruppe. Alle vier zusammen ergänzen sich hervorragend, können sich gemeinsam aufeinander verlassen und gegenseitig helfen. Die Geschichte entwickelt sich kurzweilig und die geschaffene Welt Anenia und deren Bewohner ist eindrucksvoll dargestellt.

Dennoch fehlt es an Spannung an dem Werdegang der Geschichte. Sie plätschert so leicht vor sich hin, ist leicht vorhersehbar und manchmal fragt man sich, weshalb gerade diese eine Handlung so abrupt geendet hat. Auch dass die Kinder / Jugendlichen in eine Welt raus ziehen, die voller Gefahren steckt um es mit der größten Bedrohung in ihrem Land aufzunehmen und es ihren Eltern als eine Art “Ausflug” verkaufen, konnte nicht sehr überzeugen. Leider liest sich die Geschichte nicht flüssig genug um nach Anenia hinein gezogen zu werden, man merkt ihr diesen “konstruierten” Handlungsstrang zu sehr an. Von daher ist die Geschichte für einen Jugendroman noch ausbaufähig, die Handlung könnte detaillierter und etwas durchdachter ausgeführt und Handlungsstränge etwas bewusster und mit mehr Tiefe ausgebaut werden. Für ein Kinderbuch jedoch ist es genau richtig. Durch die schnelle Erzählung der Autorin kommt es zu keiner Langweile für den Leser. Die Handlung entwickelt sich einigermaßen nachvollziehbar fort und ist gerade für junge Leser leicht verständlich.

Aber auch für ein Kinderbuch kam das Ende dann doch etwas zu abrupt. Hier hätte es gerne etwas ausführlicher und nicht ganz so schnell sein dürfen. Man hat sich ein wenig überrollt gefühlt, da die Reise sehr detailliert und ausführlich beschrieben, der eigentliche Höhepunkt allerdings sehr, sehr kurz gehalten wurde. Gerade hier wäre ein Spannungsbogen perfekt gewesen um den Weg zu Band zwei zu ebnen.

Der Debütroman der Autorin ist ein guter Start ins Buchwesen, der sich an der ein oder anderen Stelle noch etwas ausbauen lässt. Wer also den ersten Kinder-Fantasyroman für die Kleinen sucht, wird in Anenia sicher fündig.

 

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