Eva liest

Throne of Glas – Der verwundete Krieger

Seine Liebe zu Celaena Sardothien.

Seine unerschütterliche Loyalität.

Seine eiserne Stärke.

Für all das stand Chaol Westfall, ehemaliger Captain der königlichen Garde. Doch das war, bevor seine Männer umgebracht wurden und er selbst schwer verletzt überlebte. In Celaena alias Aelins Auftrag bricht Chaol auf der Suche nach neuen Verbündeten zum südlichen Kontinent aus. Was er dort entdeckt, ist entscheidender für die Rettung Erileas, als er sich je hätte vorstellen können …

Der verwundete Krieger ist der sechste Teil der Throne of Glas Reihe, welche von Sarah J. Maas geschrieben und im DTV Verlag nach Deutschland verlegt wurde. Dieses Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweise vom DTV Verlag zur Verfügung gestellt, an dieser Stelle ein großes Dankeschön.

Ich war nicht immer Fan dieser Reihe. Gerade der erste Band hat sich in meinen Augen so sehr gezogen, dass ich ursprünglich nicht weiterlesen wollte und bin nun so froh, es doch getan zu haben. Die Bücher werden von Band zu Band besser und ziehen einen immer tiefer in den Krieg zwischen Erawan und Aelin hinein. Und vor allem bin ich ein Chaol Fan der ersten Stunde. Ich habe ihn schon immer für seine Treue Dorian, seiner Liebe Celaena und seiner Loyalität Ardalans gegenüber bewundert. Obwohl gerade diese Loyalität ihn in Situationen gebracht hat, mit denen er nicht umgehen konnte und so sich in Intrigen und Fehlentscheidungen verstrickt hatte, die eigentlich unverzeihlich waren. Aber das habe ich ihm alles immer und immer wieder verzeihen und ich bin mehr als glücklich darüber, dass er nun sein eigenes Buch bekommen hat in dem er zeigen konnte, wer er wirklich ist.

Chaols Reise zum südlichen Kontinent ist nicht nur eine Reise um neue Verbündete und eine Chance zum Sieg gegen Erawan zu finden, es ist vor allem eine Reise auf der Chaol sich selbst wiederfinden muss. Er muss wieder zu dem Mann werden, der er einmal war und dem er morgens im Spiegel ohne Abscheu entgegenblicken kann. Dies schafft er natürlich nicht allein und erhält unerwartet Hilfe von einer Heilerin, die ähnliche und doch ganz andere Probleme zu bewerkstelligen hat. Sie helfen sich gegenseitig ihre seelischen und Chaols körperliche Wunden zu heilen. Chaol und seine Heilerin Yrene kommen Erawan immer weiter auf die Schliche und decken uralte Geheimnisse und Bündnisse auf, die die beiden in immer größere Gefahren bringen.

Doch es ist nicht nur Chaols Geschichte, die hier erzählt wird. Auch Nesryn, Captain der königlichen Garde, reist mit Chaol um mehr über den bevorstehenden Krieg zu erfahren, und um in ihr Heimatland zurück zu kehren. Gemeinsam mit dem Kronprinzen Sartaq macht sich Nesryn auf, um in den Weiten der Berge und der Rukkrieger etwas über Erawan und seine dunkle Armee in Erfahrung zu bringen. Nesryns Geschichte erzählt so viel von ihrer Heimat und ihre Liebe zu diesem Land, dass man unweigerlich mit ihr und dem Prinzen auf deren Ruk über die Ländereien des südlichen Kontinentes fliegt. Mit jeder Seite die man liest verfällt man mehr und mehr dem Charme von Antica, der weiten Steppe und den rauen Bergen. Man leidet mehr und mehr mit Chaol und ängstigt sich um Yrene die alles daransetzt, die dunkle Verletzung in Chaol zu heilen und sich so immer wieder in Gefahr bringt.

Chaol, Nesryn, Sartaq und Yrene kommen Dingen auf die Spur, von denen sie in ihren dunkelsten Alpträumen nicht gedacht hätten, sie zu sehen. Die stellen sich Gefahren um nur ganz knapp dem Tot zu entkommen und sie entdecken Seiten an sich, die sie so nie gedacht hatten zu besitzen. Der verwundete Krieger ist wichtig. Für Chaol. Für Aelin. Und vor allem um Hoffnung für nahenden Krieg mit Erawan zu erhalten.

Ich habe jede Seite in diesem Buch geliebt und die Fügungen am Ende dieses Buches haben mir mal wieder den Boden unter den Füßen weggezogen. Denn das kann Sarah J. Maas besonders gut: mit Unerwartetem ganz am Schluss um die Ecke kommen und den Leser in Schockstarre zurück zu lassen. Ich kann es kaum erwarten den siebten und damit letzten Band der Throne of Glas Reihe in meinen Händen zu halten und zu erfahren, ob all der Schmerz den Chaol und Nesryn durchlitten und überlebt haben am Ende vielleicht das Zünglein an der Waage zwischen Aelin und Erawan ist.

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