Eva liest

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Klappentext

Ein legendäres Reich. Ein Fluch. Und eine Liebe, die über Leben und Tod entscheidet. Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren.

Meine Meinung

Um sich und ihre Familie durch den Winter zu bringen und nicht zu verhungern, ist Feyre seit Jahren auf die Jagt und das Töten von Tieren angewiesen. Sie macht es nicht gerne, es ist ein reiner Überlebenswille der sie Jahrelang überleben lässt. Eines Tages erlegt sie einen großen Wolf und es stellt sich heraus, das es gar kein Wolf war, sondern ein Fae aus dem Reich Prythian. Um seinen Tod zu rächen, wird sie von einem Biest in das Land der Fae entführt, ein Leben für ein anderes. Feyre muss ihr Leben in dem für sie gefährlichen Land verbringen und bringt sich nicht nur einmal in Schwierigkeiten, aus denen sie fast nicht lebend heraus gefunden hätte.

Doch die Zeit vergeht und Feyre merkt schnell, dass ihrer Familie besser geholfen ist, wenn sie nicht zurück kehrt. Ihr Entführer entpuppt sich als High Lord von Prythian der nicht nur ihr, sondern auch ihrer Familie wohl gesonnen ist und so akzeptiert sie ihr Schicksal. Es entwickelt sich eine Liebe zwischen den beiden, die schnell auf eine äußerst harte Probe gestellt wird.

Dieses Buch lässt sich nicht in wenigen Worten beschreiben. Selten habe ich  ein Buch so verschlungen, wie dieses. Mit der englischen Ausgabe A Court of Thornes and Rosen ging es mir schon genauso und die deutsche Ausgabe steht in Punkto Spannung, Emotionen, Liebe, Leidenschaft und grausamen Morden dem Original in nichts nach. Über 500 Seiten wurden von mir in kurzer Zeit verschlungen, weil ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte (es waren 3 Tage, naja eigentlich 2). Ich wollte immer wissen, wie es weiter geht und verlor mich mit Feyre im Reich der Fae.

Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive erzählt, was einen noch näher an Feyres Emotionen teilhaben lässt. Man leidet, lacht und liebt mit ihr, als wäre man selbst Feyre. Es ist absolut sagenumwoben beschrieben, Prythian wird einem so bildlich vor Augen geführt, das man wirklich glaubt, man würde mit Tamlin und Feyre im Teich aus Sternenlicht schwimmen, just in diesem Moment. Dieses Buch lässt einen wirklich Zeit und Raum vergessen (und in meinem Fall das Essen und Trinken einen ganzen Tages!).

Die Charaktere machen alle eine wirkliche interessante Entwicklung durch, so das man am Ende merkt, das diese mit ihrer Darstellung zu Beginn der Geschichte wenig gemeinsam haben. Sie wachsen einem sehr schnell ans Herz und man möchte sich nur widerwillig von ihnen trennen (was man natürlich muss, denn das Buch ist nunmal irgendwann zu Ende).

Der Showdown am Ende des Buches sucht (meiner Meinung nach) seines Gleichen und kann nichts finden, was nur annähernd so voll gepackt ist mit Verzweiflung, Liebe, Tod, Leben, Rache und Intrigen. Spätestens hier, sobald der Showdown beginnt, kann man einfach das Buch nicht mehr weglegen. Es geht einfach nicht! Denn dann würde man unfertig durch die Gegend laufen weil einem etwas fehlt. Man muss einfach wissen, wie es enden wird.

Der eigentliche Spannungsbogen baut sich recht spät auf. Bis zum letzten Drittel reißt einen das Leben von Feyre in Prythian einfach mit. Man hinterfragt ständig Dinge, die sie erlebt und erlebt auch das ein oder andere Mal einen kleinen Herzkasper, wenn sie sich mal wieder in Schwierigkeiten bringt. Aber dann. Mit dem letzten drittel ist der Spannungsbogen sowas von gespannt, das man das Buch auf keinen Fall mehr aus den Händen legen kann und es auch tunlichst nicht machen sollte!

Ich liebe dieses Buch einfach so sehr und werde es sicherlich noch das ein oder andere Mal lesen. Erst dachte ich, die englische original Fassung kann nicht ersetzt werden, aber es stimmt nicht. Die Übersetzung ist sehr gut geworden und man ist genauso fasziniert, wie im englischen. Nur eins muss man sagen: das englische “Feyre, darling” klingt schon aufreizender und sinnlicher als sein deutsches Pendant “Feyre, liebes” 🙂

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