Eva liest

Das Herz des Verräters

Du bist stark, stärker als dein Schmerz.

Stärker als dein Kummer, stärker als sie alle.

Lia trägt die Gabe der Vorsehung in sich.

Doch was kann sie damit ausrichten – gefangen hinter den Mauern von Venda?

Seit Lia in den feindlichen Palast verschleppt wurde, muss sie um ihr Leben fürchten. Rafe ist zwar an ihrer Seite, aber hier kann auch er sie nicht mehr beschützen. Der Komizar von Venda will Lias Tod – und erst als Kaden ihm verrät, dass Lia die Gabe der Vorsehung besitzt, steigert das in den Augen ihres Feindes Lias Wert. Sie gewinnt Zeit – doch was sagt ihr der Blick in die Zukunft? Lia muss wichtige Entscheidungen treffen – und einen Weg finden, um endlich ihrem Gefängnis zu entfliehen.

Leider konnte mich auch dieser Band nicht überzeugen. Wie sein Vorgänger Der Kuss der Lüge beginnt das Buch recht schwach in Handlung und Dramaturgie. Es tut mir leid, das ich dies direkt am Anfang schon schreiben muss, aber so ist es nunmal. Richtig spannend wurde es auch wieder erst am Ende. Und dennoch werde ich mir im Herbst den dritten und letzten Band Die Gabe der Auserwählten kaufen um zu sehen, wie die Geschichte ausgeht.

Vorweg was mir gut gefallen hat.

Endlich wurde bei einer Buchreihe die original Cover weitestgehend übernommen oder nur leicht abgeändert, aber dennoch im Stil der Vorlagen. Das Buchcover hat mich wiedermal voll überzeugt und auch die Karte im Innenteil der Hardcover. Karten in Büchern sind immer perfekt um sich einen Überblick zu verschaffen, wo sich unsere Helden gerade befinden.

Leider war es das auch schon. die Handlung um Lia, Rafe und Kaden plätschert so langsam vor sich hin. Die Geschichte lässt sich sehr gut lesen und vertreibt einem die Zeit, aber sie ist nicht wirklich anspruchsvoll. Ziemlich lange wird um den heißen Brei herum geredet, es kommt keine wirkliche Spannung auf weil einfach nichts passiert. Ständig fragt man sich, warum tut er das? warum tut sie dies? warum lassen sie es nicht einfach? Dem Inhalt fehlt es an Spannung, Würze, Intrigen, Liebe, Leidenschaften. Von allem ist nur ein kleiner Funke vorhanden aber nicht genug, um auf mich über zu springen. Bis zum Schluss, dann wird es nochmal kurz hektisch und mitreißend. Aber leider zu kurz.

Die Character entwickeln sich nicht gut. Oder besser gesagt, zu pfad. Lia wird erwachsener in Ihrer Rolle die sie in Venda einnehmen muss. Was man auch auf gefühlt jeder dritten Seite erneut erzählt bekommt. Kaden entwickelt sich leider zum negativen. Um keine Spoiler zu kreieren kann sich jeder selbst ein Bild machen ob er gewalttätig gegenüber Lia, ein völliger Idiot oder ein verweichlichter desorientierter Attentäter wird. Rafe erwischt es da nicht viel besser.

Es gibt einfach keinen Spannungsbogen in diesem Buch. Die Autorin erzählt lange und breit über das Leben der drei in Venda. Was Lia mit dem Komizar erlebt und was sie vor allem durchlebt. Lias Gabe wird im Klappentext mehr erwähnt und findet dort mehr Bedeutung, als im gesamten Buch.

Und dennoch drängt sich einem immer wieder das Gefühl auf, als würde im dritten und letzten Band alles viel spannender, rasanter und aufklärender.

Hoffen wir, das dem so ist.

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

© 2018 Eva liest

Thema von Anders Norén