Eva liest

Das HErz der Roten Königin

Der Klappentext

Feye ist Königin von Tenebris – doch für den Thron musste sie einen schrecklichen Preis bezahlen: Ares und sie wurden voneinander getrennt. Während sich der Dunkelmagier erneut durch das Spiel der Farben kämpft, sucht Feye einen Weg, um zu ihrer großen Liebe zu gelangen. Doch die prunkvollen Schlossmauern entpuppen sich schon bald als goldener Käfig. Überall lauern Intrigen und Verrat. Und auch Ares muss feststellen, dass im Spiel nicht alles so ist, wie er zunächst vermutet hat. Werden Feye und Ares zueinander finden, selbst wenn die dafür in den Krieg ziehen müssen?

Der Inhalt

Geschrieben wurde der zweite Band der Duologie von Karolyn Ciseau und ist die Fortsetzung zum ersten Band „Das Blatt des dunklen Herzens“. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an die Autorin, die mir ein Rezensionsexemplar ihres Buches zur Verfügung gestellt hat.

Es ist nun schon einige Zeit her, seit ich diesen zweiten und finalen Band gelesen habe und ich möchte natürlich versuchen, eine Rezension wieder zu geben, die nicht so viel aus dem ersten Buch verraten wird. Ich bin ein ganz großer Fan des ersten Bandes gewesen und habe besonders Ares, den Dunkelmagier, gefeiert bis zur letzten Seite. Mit Ares hat die Autorin einen Charakter geschaffen, der ganz nach meinem Geschmack war: geheimnisvoll, böse, undurchschaubar. Ein Magier eben. Und nicht nur das: Auch die gesamte Geschichte war einfach unfassbar gut umgesetzt. Das Weltenkonstrukt der Autorin hat bis ins Detail gestimmt und hat einem das Gefühl gegeben, wirklich am Spiel der vier Farben teilzunehmen und mit Feye auf dieser unglaublichen Reise zu sein. Und gerade am Ende, als dieser wahnsinns Turning Point kam, war ich restlos begeistert. Der erste Band hatte die Messlatte also ziemlich hochgelegt.

Der Einstieg in Band zwei war schnell und leicht geschafft, dafür sorgt die herrlich leichte Sprache mit der uns die Autorin in die Welt der vier Farben einlädt. Schnell ist man wieder an Feyes Seite und meistert mit ihr nun den Alltag einer Königin. Doch nicht nur das. Da Ares weiterhin im Spiel der vier Farben gefangen ist, haben wir diesmal zwei Perspektiven, die uns durch das Abenteuer der vier Farben führen werden. Und was habe ich mich darauf gefreut, endlich mehr über Ares erfahren zu können. Leider hat sich Ares für mich in diesem zweiten Band nicht so entwickelt, wie ich es mir persönlich gewünscht hätte. Ihm fehlte an Tiefe, was er in Band eins noch so wunderbar in Aussicht gestellt bekommen hatte. Seine Erzählweisen waren mir leider stellenweise zu weich und zu seicht. Er kam stellenweise nicht mehr wie der draufgängerische und starke Dunkelmagier rüber, eher wie ein ganz normaler Junge, der seiner großen Liebe hinterher trauert. Und das ist ganz und gar nicht der Dunkelmagier, den ich kenne! Was ich wirklich schade finde, denn Ares ist ein unglaublich interessanter Charakter. Aber was Ares fehlt, hat Feye wohl zu genüge mitbekommen. Ihre Entwicklung vom ersten zum zweiten Band ist gewaltig und stark. Sie ist lange nicht mehr das Mädchen, welches sich mit List und Tücke in das Spiel geschleust hat. Sie ist gereift, ist stark und kämpft für das, was bzw. wen sie liebt. Sie kämpft mit allen Mitteln gegen das Spiel und wehrt sich auch gegen die Einflüsse, die versuchen sie zu Fall zu bringen. Ihre Kapitel haben wirklich spaß gemacht zu lesen wie sie sich aus diesem Sog der Intrigen des Spiels heraus kämpft.

Feyes Kampf gegen das Spiel ist wirklich spannend und abenteuerlich und zu sehen, dass sie Bündnisse eingeht, von denen sie zuvor nie gedacht hätte sie schmieden zu müssen, ist eine tolle Abwechslung zu Ares, der gefühlt das ganze Buch nur Trübsal bläst. Ich mochte Feyes eigene Intrigen und Spielchen besonders gerne, sie haben dem Buch den nötigen Schub gegeben, um an meine Erwartungen aus dem ersten Band einigermaßen heran zu kommen.

Absolut gelungen finde ich den finalen Kampf, indem Feye und ihre Verbündeten ums Überleben kämpfen müssen. Hier ist wirklich alles dabei, was ein klopfendes Herz benötigt: Drama, Spannung, feuchte Hände, berauschende Kampfszenen und überraschende Wendungen. Es hat Spaß gemacht Feye auf diesem Schlachtfeld zu begleiten, sie zu trösten und zu ermutigen weiter zu kämpfen und für das einzustehen, was wichtig ist.

Auch haben mir die Nebencharaktere gefallen. In Band eins konnten sie noch nicht zu voller Größe auflaufen, aber nun im zweiten Teil haben sie ihre Bühne erhalten und konnten so zeigen, wie großartig auch sie sein können.

Alles in allem war es eine runde Sache (wenn wir mal Ares außen vorlassen). Die Seiten sind nur so geflogen und ich hatte das Buch in fast einem Rutsch durchgelesen.

Aber ich muss auch ehrlich sein und sagen, dass es nicht so gut ist, wie der erste Band. Es fehlten einfach die Wow-Momente die mich sprachlos zurückgelassen haben und die mich dazu hätten bringen können, die letzten Seiten nochmal zu lesen, weil ich wohl irgendetwas überlesen habe und deshalb jetzt nicht weiß, warum gerade DAS passiert ist. War ich im ersten Band noch völlig von den Socken und überrumpelt von der Handlung, fehlte das hier im zweiten Band leider.

Leseempfehlung

Dennoch kann ich die Duologie allen empfehlen die eine spannende Geschichte mit (teilweise) unvorhersehbaren Entwicklungen und mörderischen Spielverläufen mögen. Die Reihe ist ein Pageturner und für gemütliche Abende genau das Richtige um sich mit einer leichten Geschichte den Abend zu versüßen. Nochmal ein herzliches Dankeschön, dass ich Teil des Spieles sein durfte.

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