Eva liest

Das Blatt des dunklen Herzens

Alle fünfzig Jahre schicken die vier mächtigsten Fürstenhäuser ihre männlichen Erstgeborenen in den Kampf um den Thron von Tenebris. Auch Feyes Zwillingsbruder, der Elfenprinz Kiel, sollte im Spiel der vier Farben antreten. Doch er nimmt sich kurz vor Beginn das Leben. Sein letzter Wille ist, dass Feye an seiner Stelle am Spiel teilnimmt. Feye beugt sich seinem Wunsch: ein Schritt, den sie schon bald bereut. Nicht nur, weil im Spiel tödliche Wesen lauern und sie gefährliche Prüfungen bestehen muss, sondern auch weil es immer schwieriger wird, ihre wahre Identität zu verschleiern. Als einer ihrer Kontrahenten – der attraktive Dunkelmagier Ares – Feyes Geheimnis aufdeckt, beginnt ein Kampf, in dem nichts ist, wie es scheint. Und in dem Feyes Gefühle auf eine harte Probe gestellt werden.

Erschienen ist dieses Buch von Karolyn Ciseau bei CreateSpace, einem Unternehmen von Amazon und wurde mir für eine Rezension und als Leseexemplar zur Verfügung gestellt.

Wenn mich in diesem Jahr ein Buch wirklich positiv überrascht hat, dann war es das Blatt des dunklen Herzens. Völlig unvoreingenommen bin ich in dieses Abenteuer gestartet und die Geschichte und Feye hatten mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Der Einstieg ist schnell und leichtfüßig und das macht es einem sehr einfach, das Buch in einem Rutsch runter auslesen. Es ist spannend, romantisch und unglaublich geheimnisvoll. Vor allem der Dunkelmagier Ares birgt das ein oder andere Geheimnis und macht es einem nicht leicht, gleich Sympathien für ihn zu entwickeln. Aber das sol man als Leser auch nicht. Vielmehr soll man gemeinsam mit Feye auf dieses Abenteuer gehen, in das sie knall auf Fall hinein gestolpert ist.

Die Idee hinter diesem Buch finde ich großartig; ein gefährliches Spiel basierend auf einem Kartendeck. Die Beziehung zwischen Ares und Feye wird fantastisch dargestellt und die Welt der vier Farben wird bildlich wirklich schön hervorgehoben, so dass man niemals den Anschluss in diesem Buch verliert. Man begibt sich gemeinsam mit Feye in die vier wirklich schwierigen und qualvollen Prüfungen, man leidet mit ihr und man verliebt sich mit ihr in ihren größten Feind. Doch wer ist eigentlich ihr Feind? Ist es wirklich Ares allein?

Am Ende des Buches wird man vollkommen von den Socken geholt, da das Buch eine Richtung einschlägt, die man niemals vermutet hätte – jedenfalls ging es mir so. Und das hat mich vollends überzeugt. Ich liebe es, wenn ich am Ende eines Buches staunend davor sitze und mich frage, wie wir denn bitte schön an diesen Punkt gelangen konnten, und wo ich in der Geschichte falsch abgebogen bin. Großartig. Und die Autorin hält ganz am Ende eine Überraschung offen, die es unmöglich macht, dieses Buch so schnell zu vergessen.

Es war ein wunderbarer, kurzweiliger Fantasyroman mit einer kleinen Portion Romantik, einem guten Schuss Spannung und einem Turning Point, der sich mit einigen großen Autoren messen kann.

Vielen lieben Dank für die Übersendung dieses grandiosen Leseexemplares. Es ist definitiv ein Highlight in meinem diesjährigen Lesejahr.

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© 2018 Eva liest

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