Eva liest

Clockwork Angel

London´s Unterwelt mag gefährlich sein – doch die Liebe ist die gefährlichste Macht von allen.

Die sechzehnjährige Tessa sollte sich eigentlich darauf konzentrieren, ihren verschwunden Bruder zu suchen – und nicht, sich in zwei Jungen gleichzeitig zu verlieben. Während in Londons Straßen nach Einbruch der Dunkelheit finstere Kreaturen umherschleichen, verstrickt Tessa sich immer stärker in ein gefährliches Liebesgeflecht. Und schon bald braucht sie all ihre Kräfte, um nicht nur ihren Bruder zu retten, sondern auch ihr eigenes Leben.

Die Erwartungen  an dieses Buch -und dann die Reihe an sich- sind sehr hoch. Hört man doch überall nur wie toll und wie großartig diese Trilogie. Das sie viel besser als die Chroniken der Unterwelt ist. Und was soll ich sagen? Meine Erwartungen wurde dieser erste Band mehr als gerecht.

Ich habe mich sofort in das viktorianische London verliebt. In den Schreibstil den Cassandra Clare gewählt hat, in das Setting, in die Ausdrucks- und Umgangsformen der einzelnen Charaktere. Das damalige Weltbild und der Stand von Männern und Frauen in der Gesellschaft und deren Bildung und Erziehung wurden hier wunderbar aufgegriffen und mit der Welt der Schattenjäger in Einklang gebracht. Ehrlich gesagt hat mich dieses Buch von Beginn an fasziniert, mehr als es der erste Band der Chroniken der Unterwelt getan hat.

Die Geschichte ist abwechslungsreich und sehr kurzweilig. Und einige Wendungen oder “Offenbarungen” hätte ich so niemals vermutet! Ich habe es tatsächlich geschafft, völlig spoilerfrei an die Geschichte ran zu gehen und war mehr als einmal von der Wendung und den Geschehnissen überrascht worden. Aus diesem Grund war es ein wahrer Page Turner für mich und die Seiten sind nur so geflogen.

Die im Klappentext beschriebene Dreiecksgeschichte zwischen Will, Jem und Tessa konnte ich nicht so recht nachvollziehen. Von Anfang an hat man eine gewisse Art der Verbundenheit und Vertrautheit zwischen Tessa und Will gespürt, nicht aber zwischen Jem und Tessa. Und wenn es da eine besondere Art der Beziehung geben sollte, dann lediglich, dass Jem der wohl einfühlsamste Mensch im ganzen Londoner Institut ist und er so eine tiefere Freundschaft zu Tessa hegt und aufbaut. Und dieses Gefühl habe ich auch bei Tessa im Bezug auf Jem. Die wahre Liebesbeziehung spielt sich für mich zwischen Will und Tessa ab, und dies auch so subtil im Hintergrund, dass sie sich nicht aufdrängt. Aber vielleicht wird sich das ja noch in den nächsten beiden Bänden ändern. Denn dann werden wir hoffentlich auch erfahren, was es mit Will auf sich hat, was mit Jems Krankheit passieren wird, wie Tessa weiterhin in das Institut passt und was es letztendlich mit ihr auf sich hat.

Ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf Band 2.

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© 2018 Eva liest

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