Eva liest

City of Heavenly Fire

Jace trägt das Himmlische Feuer in sich und Sebastian verkündet den finalen Schlag gegen die Irdische Welt. Um zu verhindern, dass Dämonen über die Städte herfallen, müssen Clary und Jace mit ihren Freunden in die Schattenwelt eindringen. Wird es Ihnen gelingen, Sebastians finstere Pläne zu stoppen, ohne selbst Schaden zu nehmen? Als sie auf Clarys dunklen Bruder treffen, stellt er Clary vor eine schier unlösbare Aufgabe; Entweder die kommt an seine Seite oder er vernichtet ihre Familie und Freunde, die Welt und alle Schattenjäger…

In diesem Band passiert so viel, dass Cassandra Clare diesen Entwicklungen zwei eigenständige Reihen gewidmet hat. Wir treffen das erste Mal auf Emma und Julian, sowie auf Tessa Gray. Beide Handlungsstränge mögen zwar mit Clarys Schicksal verwoben sein, doch erfahren wir darüber in deren Bänden wohl mehr.

Soviel vorweg: das Buch hat seine Höhen und Tiefen und leider mehr Tiefen als Höhen. Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass ich zur Zeit genug von den Schattenjägern habe, aber ich fand es leider nicht kurzweilig. Mehr als einmal habe ich mit mir gerungen, dass ich weiter lese in der Hoffnung, dass es doch noch spannender wird. Das wurde es auch, zum Schluss hin. Aber leider nicht spannend genug, dass mich dieser sechste Band vollends überzeugen kann.

Die Entwicklung der Charaktere im Vergleich zum ersten Buch ist enorm, ja das stimmt. Aber ich weiß nicht, ob ich das gut oder eher nervig finden soll. Jace war immer der Märtyrer, der den Tod mehr als die anderen herbeisehnte, sah sich selbst dann noch als Märtyrer, als er das Himmlische Feuer in sich trug und seine Liebe zu Clary nicht physisch zeigen und erwidern konnte. Und am Ende? Das ist ein Jace, der mir -glaube ich jetzt zu mindest- nicht gefällt.

Die Geschichte entwickelt sich schleppend. Die Autorin hat fasst 800 Seiten benötigt um zum finalen Showdown zu kommen und dieser Showdown war so schnell vorüber, dass man ihn fast überlesen hat. Es wurde viel drumherum erzählt, viele Geheimnisse weiter gehütet um so den Leser neugierig auf die anderen Reihen zu machen (Emma und Julian in Lady Midnight und Lord of Shadows; Tessa Gray und Bruder Zacharias in The Infernal Devices). Zu lange wartet man auf das Finale, und irgendwann ist man einfach nur froh, wenn es dann vorbei ist.

Spannung war vorhanden. In einigen Passagen des Buches habe ich mich wirklich verloren, weil es spannend wurde und ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Sicher hat auch der häufig wechselnde POV dazu beigetragen. Bei dieser Anzahl an Charakteren die in dieser Geschichte verwoben sind, war es eine clever Lösung deren Sichtweisen und Erlebnisse zu erzählen und es hat das Buch ungemein aufgelockert.

Man hat aber förmlich gemerkt, wann Cassandra Clare von einem Charakter genug hatte und das sie aber gewisse Tode definitiv nicht sterben wollte. Sie klammerte sich förmlich an deren Leben und leider hat das dem Buch nicht gut getan. So fehlte dieses beim Leser verzweifelt “omg warum tust du mir das an?!”. Auf Grund der Vielzahl an beteiligten Personen in dem Buch fehlte es mir an Tiefe der Hauptcharaktere. Das was Jace und Clary durchmachen mussten, wird immer nur im sich wiederholenden Erzählkreis auseinander genommen, was mit der Zeit langweilig wird.

Alles in allem war ein durchschnittliches Buch. Wenn man mal dran bleiben konnte, konnte man auch einige Seiten lesen und sich in der Welt der Shadowhunters verlieren, aber für mich war es nicht genug, um diese Reihe gebührend zu hypen. Die ersten drei Bände waren klasse, danach ging es für mich leider Bergab. Band sechs ist noch der beste der drei letzten. Zwar steht Clockwork Angel Band eins der Infernal Devices Reihe schon im Regal, aber ich fürchte , das wird noch eine Zeitlang dort ungelesen stehen. Ich benötige Abstand zur Schattenjägerwelt. Leider.

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