Eva liest

Bound to Suffer

Demetria ist eine Göttin unter den Vampiren, die ihresgleichen sucht. Ihre Grausamkeit und ihre Macht sind unübertroffen. Sie ist das Zentrum, der Inbegriff an Perfektion.

Zumindest glaubt sie das als Erstgeborene der Schöpferin aller Vampire. Um eine Krieg zu entfesseln, verstrickt sie sich in ein Netz aus Lügen, Hass und Intrigen. Gemeinsam mit Ihrer Schöpfung, den Lillim, bindet sie einen mächtigen Vampirkrieger an sich und formt eine Armee der Dunkelheit. Aber Macht hat ihre Schattenseiten und daraus wächst Misstrauen und Verrat. Die Herrschaft über die Vampirwelt scheint weiter entfernt denn je und zeitglich zum Greifen nah.

Doch Demetria ist bereit. Bereit zu töten. Bereit zu kämpfen. Bereit den Thron zu besteigen.

Erschienen das der erste Band der Dilogie im Hawkify Buchverlag und wurde geschrieben von Jay El Nabhan (Jaqueline Kropmanns Pseudonym). An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich für das Rezensionsexemplar.

Es beginnt… es beginnt allerdings: düster, grausam, und blutiger als ich es mir erdacht hatte. Ich muss schon sagen, der Einstieg wurde mir nicht gerade leicht gemacht, da Demetrias grausamer Charakter in allen Einzelheiten und Facetten dem Leser direkt zu Beginn entgegen geschleudert wird. Damit man sich als Leser von Anfang an ein Bild machen kann, wie grausam und gewalttätig diese Welt um die Vampirgöttin Demetria ist. Und ich muss gestehen, ich habe eine gewisse Düsternis erwartet, ja, aber nicht in diesem Ausmaß. Stellenweise ging mir ihre Brutalität zu weit und ich war froh, wenn ich die Kapitel mit ihr hinter mir hatte. Dennoch ist sie eine interessante Protagonistin, die man unbedingt näher kennen lernen möchte. Und dank der vielen Flash Backs ist dies auch wunderbar möglich. Allgemein lässt sich sagen, dass die Autorin hier auf zwei Ebenen arbeitet: der Gegenwart und der Vergangenheit. Dabei nutzt sie die vergangenen Einschnitte um dem Leser die Beweggründe und Handlungen der einzelnen Figuren näher zu erläutern. Interessant ist auch, dass die Autorin sich nicht an zeitliche Abfolgen in der Vergangenheit kümmert. Die Sequenzen aus der Vergangenheit kommen so in die Geschichte, wie der Leser sie zum Verständnis der aktuellen Situation benötigt und nicht chronologisch. Dennoch empfand ich diese Flash Backs als eine großartige Bereicherung für das Buch. Mit diesen Sequenzen wurden die Personen rund um Demetria rund, man lernte die einzelnen Vampire besser kennen und konnte deren Verhaltensmuster besser nachvollziehen (und auch verstehen).

Dennoch hat es sehr lange gedauert, bis die Handlung um Demetria ein wirkliches Interesse in mir geweckt hat. Sehr lange ist der persönliche Rachefeldzug der Göttin nur so vor sich her geplätschert. Hat uns neue Personen vorgestellt und in die Handlung gebracht und ziemlich viel drumherum erzählt, was auf den ersten Blick nicht recht zueinander passen wollte. Erst zum Schluss wurde es, wie könnte es auch anders sein, spannend. Und gleichzeitig auch vorhersehbar. Das Ende hat mir so gar nicht gefallen. Alles passiert auf einmal und gleichzeitig, der Spannungsbogen wird sofort wieder herausgenommen, Demetria erscheint plump und unüberlegt. All das passt nicht so recht zum Aufbau der gesamten Intrige um einen Krieg zu entfesseln und hat mir so leider etwas den Spannungsbogen genommen den ich bräuchte, um in das zweite und abschließende Buch einzutauchen.

Alles in allem war es eine interessante Reise, die für mich aber hier enden wird, da ich festgestellt habe, dass dieses Buch mich nicht bis zum Ende fesseln und überzeugen konnte. Dies ist meine ganz persönliche Meinung und jeder sollte sich selbst darüber ein Bild machen, ob dieses Buch nicht vielleicht doch dem ein oder andern gefällt.

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